Landratsamt Tirschenreuth

Tirschenreuth, Bayern

Nichtoffener Realisierungswettbewerb
erster Preis
Ausloberin: Gemeinde Mauern
Hochbau: BSS Architekten

Mit dem neubau des Amtsgebäudes IV in Tirschenreuth wird das Ensemble der Landratsgebäude um einen weiteren Baustein ergänzt. Damit entsteht ein Verwaltungscampus aus unterschiedlichen Gebäuden die über einen langen Zeitraum entstanden sind und jeweils ihre zeittypischen Qualitäten beitragen. Der Neubau soll dieses Ensemble mit einem zeitgemäßen nachhaltigen Haus bereichern. Dazu werden die Besonderheiten der Situation aufgenommen und sinvoll weitergeführt. Die Häuser sind als Einzelhäuser konzipiert und funktionieren zunächst eigenständig, werden jedoch alle primär über den verbindenden Binnenraum erschlossen.
Dieser grundsätzlichen Disposition folt auch der Neubau und wird raumbildend zum Haus 3 und 4 gefügt. Die Gebäudestellung orientiert den Eingang und die großen gemeinschaftlichen Nutzungen zum Zentrum und schafft eine städtebauliche Abgrenzung zu den Stellplätzen, welche Richtung Johannisstraße gelegen sind. Hier sind sehr wirtschaftlich organisiert auch die Garagen für Dienstfahrzeuge situiert.
Die EIgenständigkeit des Neubaus wird durch die Fuge zum Altbau unterstrichen. Diese Fuge dient auch der fußläufigen Durchlässigkeit und verbidnet die Stellplätze über eine Treppenanlage mit dem Zentrum des Campus. So werden lange Fußwege vernieden und es entsteht eine selbstverständliche Gliederung und Orientierung. Um diese Offenheit zu erreichen wird der Neubau im Obergeschoss an das Haus 2 angebunden, um eine erdgeschossige Durchquerung zu ermöglichen.

Das schreibt das Preisgericht:

“Der prägnante und kraftvolle Baukörper bildet mit dem bestehenden Baudenkmal einen großzügigen Freibereich. Die Gestaltung des neuen Platzes mit Baumgruppen ist bereichernd für das gesamte Areal und steht nicht in Konkurrenz zum bestehenden Platz im Süden, sondern nimmt eine andersartige, dezente Haltung ein. Der Platz ist eben und bietet hohe Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter, Fußgänger und Menschen mit Handicap.
Die geforderten Stellplätze werden im nördlichen Grundstücksbereich konzentriert und sinnvoll von der ruhigeren Johannisstraße aus erschlossen. Die bestehenden Stellflächen nördlich des denkmalgeschützten Gebäudes entfallen, so dass die Nordseite des Denkmals eine neue Qualität erhält und dem bestehenden Baukörper Respekt erwiesen wird.”

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